Ab sofort sind die Kommentare in diesem Blog geöffnet. Ich habe damit gezögert, weil ich einen zusätzlichen Zeitaufwand befürchte, den ich mir woanders absparen muss, und weil ich es ablehne, es mir leicht zu machen und gottspielend nur genehme Kommentare zuzulassen. Dadurch bin ich natürlich mehr oder weniger gezwungen, auf die nicht genehmen zu reagieren, was, siehe oben, einen gewissen Aufwand bedeuten könnte.

Eine Beschränkung auf nur genehme Kommentare, also nur solche, die der jeweilige Betreiber als auf Linie empfindet, ist mehr als lahme Bequemlichkeit. Es ist die Schaffung eines intellektuellen Milieus, in dem es keine Kritik gibt und man sich gegenseitig immer weiter darin bestärkt, richtig zu liegen und „die Guten“ zu sein. Solche Milieus tragen meiner Ansicht nach einiges zu dem Fanatismus, der Kritikunfähigkeit und der Argumentationsschwäche bei, die man bei politischen Gruppierungen, die hier namentlich nicht genannt werden möchten, im Netz oft findet. Das ist, mit Verlaub, nicht gesund. Die Filterbubble, die automatisch dadurch entsteht, dass sich tendenziell eher kompatible Meinungen miteinander umgeben und austauschen werden, ist genug; man muss das nicht auch noch forcieren. Kommentare gar nicht zuzulassen halte ich deshalb für besser als sie selektiv zuzulassen. Aber ideal ist es auch nicht.

Deswegen: bitte sehr. Und vielen Dank für das freundliche Echo bisher, ich weiß es zu schätzen! Das Verfahren ist, wie bei WordPress üblich, einmalige Freischaltung und dann Whitelist.

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