Via Genderama erreichte achdomina soeben die Nachricht, dass im englischen Sprachraum immer mehr Männer einen Sprachstil übernehmen, der „Uptalk“ oder etwas technischer „High rising terminal“ genannt wird und ursprünglich wohl von kalifornischen und/oder australischen, jungen, konsumfreudigen Frauen ausging. Dabei geht man am Ende eines Satzes mit der Stimme hoch, so als stellte man eine Frage? Aber es ist gar keine Frage, sondern ein Statement? Das soll eventuell Empathie oder Höflichkeit ausdrücken, wirkt auf viele aber eher dümmlich?

Ich würde das jetzt nicht überinterpretieren. Es ist ja bei weitem keine allgemeine Eigenschaft von Frauen, sondern nur von einer bestimmten und relativ kleinen Gruppe von Frauen; eine Marotte der Jugendsprache, die sich ausbreitet. Aber falls ich mich da irre und ihr Avantgarde sein wollt – im Deutschen müsste das doch auch möglich sein – hier ein schön-schauriges Vorbild?

Ich persönlich halte es eher mit den „Sprachnörgerinnen„, die meinen: „Anyone who has Uptalk needs to change this pattern and needs to change it now.“ Männer und Frauen gleichermaßen.

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